KinderphysiotherapieKinderphysiotherapie

Kindliche Entwicklungsstufen sind die theoretischen Meilensteine der kindlichen Entwicklung. Es gibt eine große Variation in Bezug auf das, was als "normal" angesehen wird, verursacht durch Variationen in genetischen, kognitiven, physischen, familiären, kulturellen, Ernährungs-, Bildungs- und Umweltfaktoren. Viele Kinder erreichen einige oder die meisten dieser Meilensteine zu anderen Zeitpunkten als in der Norm.

Ganzheitliche Entwicklung sieht das Kind als ganze Person - körperlich, emotional, intellektuell, sozial, moralisch, kulturell und spirituell. Das Verstehen über die kindliche Entwicklung beinhaltet das Studium von Wachstums- und Entwicklungsmustern, aus denen Richtlinien für eine "normale" Entwicklung abgeleitet werden. Entwicklungsnormen werden manchmal auch als Meilensteine bezeichnet - sie definieren das anerkannte Entwicklungsmuster, dem Kinder voraussichtlich folgen werden. Jedes Kind entwickelt sich auf einzigartige Weise; die Verwendung von Normen hilft jedoch dabei, diese allgemeinen Entwicklungsmuster zu verstehen und gleichzeitig die großen Unterschiede zwischen Individuen anzuerkennen. Diese Seite konzentriert sich hauptsächlich auf die sprachliche Entwicklung.

Zur Auseinandersetzung mit dem komplexen Spektrum unterschiedlichster Sichtweisen, die bis heute kindliche Entwicklung beschrieben haben und weiter beschreiben werden, sollte die "Gesetzesmäßigkeit" von Stufenmodellen, die Entwicklung in konkreten und chronologisch determinierten Etappen beschreiben, nicht unbeachtet bleiben. Einerseits als Gegenstand neurophysiologisch-aktualisierter kritischen Betrachtung, andererseits als Grundlage differenzierter Herangehensweisen im Hinblick auf Unterstützung und Förderung des Individuums in seinen ureigensten und einmaligen Möglichkeiten versus linear festgelegter und verbindlicher Entwicklungskriterien. Für die Therapie ist längst nicht mehr das Festhalten an abstrakten "Meilensteinen" von Bedeutung, sondern vielmehr der Blick auf Funktionalität, die dem tatsächlichen individuellen Alltag des behandelten Kindes entspricht und der Interaktion zwischen Organismus und Umwelt gerecht wird. Die Meilensteine sollten eine Orientierung anbieten, welche motorische Aktivitäten im Verlauf der kindlichen Entwicklung auftreten und welche Zeiträume beobachtet und abstrakt beschrieben werden konnten.

Meilensteine der Entwicklung des normalen Kindes

Zitat: "Die 'Meilensteine der Entwicklung' des normalen Kindes und seine Bewegungsabläufe in den verschiedenen Altersstufen sind wohlbekannt und klar vorherzusagen. "Meilensteine" sind Aktivitäten, die ein normales Kind in bestimmten chronologischen Stadien erreicht. Sie sind isoliert und aus dem Zusammenhang einer vielseitigen Entwicklung herausgenommen. Sie werden benutzt, um den motorischen und geistigen Fortschritt eines Kindes zu testen und haben ihren Wert bei der Feststellung und Diagnose motorischer und geistiger Retardierung, besonders bei den Fällen, wo man keine Zeichen pathologischer Abweichungen findet. Die Entwicklung geht jedoch nicht in einer linearen Folge einzelner "Meilensteine" voran. In jedem Stadium einer Entwicklung, so, wenn das Kind einen spezifischen "Meilenstein" erreicht, erlangt es auch viele andere und gleichwichtige Fertigkeiten, die zu demselben Stadium gehören. Ein Säugling gewinnt bestimmte Grundfähigkeiten wie Kopf- und Rumpfkontrolle, Armstützfunktion und Gleichgewicht, d. h. mehr und mehr Haltungskontrolle gegen die Schwerkraft. Diese Fähigkeiten drücken sich in einer Anzahl verwandter Aktivitäten aus und nicht in einem bestimmten" Meilenstein".Einige Stadien dieser Entwicklung (das Alter von 3, 5, 7 und 9 Monaten markieren die Erlangung bestimmter wichtiger Fähigkeiten, die das Kind auf neue und komplexere Aktivitäten vorbereiten und deshalb einige Bedeutung haben." [B. u. K. Bobath, 1977]

Sensomotorische Entwicklung

Die größten Fortschritte in der Entwicklung macht der Säugling in seinem ersten Lebensjahr. Wenn man sich nur auf die Phasen der körperlichen Entwicklung bezieht, erlernt er in diesen zwölf Monaten mehr einzelne Entwicklungsschritte als in seinen folgenden Lebensjahren. So lernt er den Prozeß des Kopfhebens und der Körperrotation, den Prozeß des Sitzens und Krabbelns und kommt über das Stehen innerhalb dieses ersten Jahres meist zum Prozeß des Laufens.

1. Monat

Der erste Lebensmonat des Neugeborenen ist bestimmt durch wenig koordinierte, nicht zielgerichtete Reflexhandlungen. Diese sollen dem Säugling, der noch nicht in der Lage ist, seine Umwelt kognitiv zu erfassen, dabei helfen, sein Überleben zu sichern. Die beiden auffallendsten Reflexe sind der Greif- und der Saugreflex. Berührt man den Säugling also vorsichtig an seiner Wange, so dreht er automatisch den Kopf in diese Richtung auf der Suche nach der nahrungsspendenden Mutterbrust. Als weitere Überlebensgrundlage dient der Greifreflex dem Baby dazu, nicht ungewollt zu fallen. Verbindet das Kind nun Reflexe mit Empfindungen, so entsteht daraus die Möglichkeit zu zielgerichteten Handlungen.

Die Auseinandersetzung mit der Schwerkraft macht dem Baby besonders im ersten Lebensmonat zu schaffen. So kann man beobachten, daß es aufgrund einer noch schwach ausgebildeten Nackenmuskulatur seinen Kopf noch nicht alleine aufrecht halten kann. Dieses spielte im Mutterleib noch keine Rolle, da das Kind sich im Fruchtwasser schwerelos bewegen konnte. Im ersten Monat hat das Kind noch kein Körperbewußtsein entwickelt, so daß Bewegungen unkoordiniert und unbeholfen wirken. Dreht es z.B. seinen Kopf, dreht sich aufgrund mangelnder Körperkoordination sein ganzer Körper mit.

2. und 3. Monat

Während des zweiten und dritten Monats stärkt sich vor allem die Nackenmuskulatur des Kindes. Diese hat die Funktion, den Kopf des Säuglings zu stützen und ihm dadurch das Sehen zu erleichtern. Das Sehen wird natürlich für das Kind einfacher, je ruhiger der Kopf gehalten werden kann. Das Baby stützt sich nun in der Bauchlage vermehrt auf seine Unterarme, um beim Sehen ein größeres Spektrum erfassen zu können als aus der Rückenlage.

Dreht der Säugling sich nun zu einer Seite hin, dreht sich sein Körper nicht mehr als Ganzes mit, sondern nach und nach. Dieser Prozeß der verschobenen Drehung zwischen Schultergürtel und Hüften wird Rotation genannt.

Der Greifreflex hat sich bereits verändert, ist aber noch nicht vollkommen verschwunden. Die Hände des Kindes sind in diesem Entwicklungsstadium nicht mehr permanent geschlossen, sondern die meiste Zeit über offen. Nach bestimmten Gegenständen möchte es nun schon gezielt greifen, es fällt aber auf, daß dem Kind noch die hierfür nötige Augen-Hand-Koordination fehlt. Das Greifen von verschiedenen Gegenständen erfolgt also noch nach dem Reflexhandeln, ebenso wie das Loslassen von Dingen. Das Greifen ist in diesem Alter noch ein automatischer Vorgang, welcher sich mit Erwerb der Augen-Hand-Koordination verliert. Außer der Augen-Hand-Koordination übt der Säugling die Koordination von Hand und Mund oder Hand und Hand.

3-4 Monate

Das Beuge-Adduktions-Muster der Gliedmaßen des ganz jungen Säuglings hat sich zum Beuge-Abduktions-Muster geändert. Die Entwicklung der Kopfkontrolle, des Unterarmstütz und der Ausrichtung zur Mittellinie zeigen sich folgendermaßen:

Bauchlage: Kopf in Mittellinie; Streckung reicht zum Unterarmstütz aus. Orientierung zur Mittellinie.

Rückenlage: Kopf in Mittellinie; Handspiel; Arme gebeugt; Beine gebeugt und abduziert.

Hochziehen zum Sitz: Kopf wird mit dem Rumpf in einer Linie gehalten, noch etwas Anfangsverzögerung.

Sitzen: Rumpf muß unterstützt werden, Kopf kann einigermaßen ruhig gehalten werden, wenn der Rumpf bewegt wird.

4. bis 6. Monat

In diesen Monaten entwickelt sich die Kopfkontrolle des Kindes soweit, daß es am Ende des sechsten Monats fast jede Neigung des Rumpfes durch eine entsprechende Kopfbewegung ausgleichen kann.

Das Gleichgewichtsempfinden des Kindes prägt sich weiter aus, es kann sich nun allein vom Bauch auf den Rücken drehen und umgekehrt. Gelegentliche Kriechbewegungen sind zu beobachten, ebenso wie die Fortschritte beim eigenständigen Sitzen. Gegen Ende dieses Abschnitts kann das Baby aber trotz des verbesserten Gleichgewichtssystems noch nicht frei sitzen. Die Hände sind nun meistens geöffnet, und der Greifreflex ist nach dieser Lebensphase überwunden.

Das Kind hat in dieser Phase gelernt, Augen und Hände besser zu koordinieren. Dieses läßt sich bspw. daran erkennen, daß das Kind oft die Hände vor dem Körper zusammenschlägt, bzw. in jeder Hand ein Spielzeug hält und diese zusammenschlagen läßt. Viele Bewegungen laufen jetzt nicht mehr automatisch, sondern zielgerichtet ab.

5 Monate

Symmetrie. Beginn der Streckung - Abduktion der Gliedmaßen und die Landau-Reaktion zeigen sich folgendermaßen:

Bauchlage: Weitere Streckung, schwimmartige Bewegungen auf dem Boden, die Beine sind abduziert - gestreckt, von der Unterlage abgehoben. Die Arme entweder nach vorn, fast gestreckt und zur Unterstützung gebraucht oder in den Schultern zurückgezogen und gebeugt, Hände dabei von der Unterlage abgehoben. Gegen Ende dieser Stufe stützt sich das Kind auf einen Unterarm und langt mit der anderen Hand nach einem Spielzeug. Es dreht sich von der Bauch- in die Rückenlage. Landau-Reaktion setzt ein.

Rückenlage: Starke Streckung der Schultern und des Rückens; Ellbogen gebeugt; Beine gebeugt - abduziert. Die Arme können nach vorn gebracht und die Hände zusammengeführt werden. Dreht sich auf beide Seiten. Mit 5 Monaten kann das Kind den Rücken spannen und das Becken heben, um eine "Brücke" zu machen, damit "übt" es die Streckung. Es fängt an, den Kopf zu heben.

Hochziehen zum Sitz: Kopf kommt mit nach vorn. Es hilft beim Aufsetzen mit. Die Beine werden dabei in Beugung - Abduktion abgehoben.

Sitz: Sehr unsicher, kein Gleichgewicht oder Armstütz. Die Arme werden in den Schultern mit gebeugten Ellbogen zurückgezogen. Wirft sich gern zurück oder fällt zurück.

Stand: Unterstützt, fängt es an, sein Gewicht zu tragen, jedoch noch auf adduzierten Beinen.

6. bis 8. Monat

Der Fortbewegungsdrang des Säuglings wird in diesem Lebensabschnitt immer stärker. Das Kind krabbelt und kriecht und erkundet auf diese Weise seine Umgebung. Funktioniert der Prozeß des Krabbelns noch nicht vollständig, so bewegen sich einige Kinder durch Eigenrotation vorwärts, d. h. durch Drehen um die eigene Achse.

Das Baby spielt gerne mit seinen Füßen und zieht sie oft in die Nähe seines Mundes. Inzwischen kann es sich alleine zum Sitzen hochziehen und sich dabei auch gut nach vorne abstützen. Hilft man dem Kind beim Aufstellen, so wippt es dabei häufig auf und ab und testet somit seine Kraft, und sein Bewegungsdrang wird deutlich. Das Stehen funktioniert allerdings nur, wenn das Kind gehalten wird oder sich selbst festhält, da der Fußgreifreflex es noch am selbständigen Stehen hindert. Der Prozeß des Allein-Aufstehens hat zu dieser Zeit noch nicht eingesetzt.

Die Augen-Hand-Koordination und die Entwicklung der Feinmotorik sind inzwischen soweit fortgeschritten, daß das Kind gezielt Dinge zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen kann. Vorher nahm es die Gegenstände meistens mit der ganzen Hand auf.

6 Monate

Starke Streckung und Abduktion der Arme und Beine. Starke Stellreaktionen. Landau wird stärker. Gute Kopfkontrolle in Rücken und Bauchlage.

Bauchlage: Volle Streckung und Stütz auf gestreckten Armen. Greift mit der einen Hand nach Spielzeug, während es sich mit der anderen abstützt. Beine sind gestreckt und abduziert.

Rückenlage: Streckt die Arme nach vorn, wenn die Mutter es hochnimmt. Hebt die Beine und spielt mit den Füßen. Fuß zum Mund. Dreht sich auf den Bauch. (Streckung und Abduktion ermöglichen Rotation - Körperstellreaktionen auf den Körper setzen ein.)

Hochziehen zum Sitz: Hebt die Beine mit Streckung; hebt den Kopf von der Unterlage, zieht sich zum Sitzen hoch.

Sitz: Stützfunktion der Arme nach vorn. Fällt jedoch noch leicht nach hinten. Sitzt kurz ohne Unterstützung; noch keine Rumpfbalance.

Stand: Stramm stehend, das Gewicht wird auf weit abduzierten Beinen gehalten.

7-8 Monate

Beginn der Rumpfrotation. Rumpfkontrolle und Sitzbalance entwickeln sich, der Landau-Reflex ist stark. Schutzreaktion nach vorn und zur Seite ist da. Dies zeigt sich folgendermaßen:

Bauchlage: Geht aus Bauchlage zum Sitzen. Dreht sich auf dem Bauch um sich selbst. Schiebt sich vor und zurück mit den Armen. Krabbelt und geht über eine Seite zum Sitzen.

Rückenlage: Schätzt diese Stellung nicht (starke Stellreaktionen). Dreht sich um oder setzt sich auf.

Sitz: Sitzt minutenlang ohne Hilfe. Stützfunktion der Arme nach vorn (7 Monate). Sitzbalance sehr gut, Stützfunktion der Arme zur Seite (8 Monate).

Stand: Zieht sich an Möbeln zum Stand hoch, kriecht aber noch nicht auf Händen und Knien.

8-9/10 Monate

Beginn der Fortbewegung. Sehr starker Landau-Reflex. Sitzbalance perfekt. Beginn der Stützfunktion der Arme nach rückwärts. Dies zeigt sich folgendermaßen:

Bauchlage: Kriecht auf Händen und Knien, auf Händen und Füßen oder auf einem Fuß und einem Knie.

Sitz: Dreht sich im Sitzen um sich selbst, gute Balance ohne Armstütz. Geht vom Kriechen zum Sitzen und umgekehrt.

Stand: Beine weit abduziert. Geht, sich an Möbeln festhaltend, oder wenn es an beiden Händen gehalten wird.

9. bis 12. Monat

In diesem Lebensabschnitt erlebt das Baby seine bisher aktivste Phase. Es hat die für die Fortbewegung nötigen Muskeln gut trainiert und schafft es nun, auch über längere Entfernungen aktiv seine Umwelt zu erforschen. Viele Einflüsse tragen dazu bei, daß das Nervensystem des Kindes stimuliert wird. Zu diesen Einflüssen gehören unter anderem die Auswirkungen der Erdanziehungskraft, die Empfindungen der Muskeln, die Kopf und Körper aufrecht erhalten und die Knochen, die dem Kind einen wesentlichen Halt geben.

Zwischen dem neunten und zwölften Monat lernt das Kleinkind, sich alleine aufzustellen. Dies bedeutet, daß es den Fußgreifreflex nun völlig überwunden hat und seine kleinen Füße den verhältnismäßig großen Körper alleine tragen können. Dieser Prozeß verlangt von dem Baby einen bereits gut geübten Gleichgewichtssinn. Der Vorgang des Aufstehens ist für das Kind der bisher komplexeste Bewegungsvorgang, da hierbei sehr viele kleine Prozesse unbewußt ablaufen müssen. Das Kind kennt inzwischen jeden Körperteil soweit, daß es ihn einigermaßen steuern kann, die automatischen Bewegungen und Reflexe sind überwunden. Das Gehirn ist soweit ausgebildet, daß alle kleinen Bewegungsabläufe von dort aus gesteuert werden. So müssen zum Stehen das Wissen um den Umgang mit der Schwerkraft, die Information über Muskel- und Gelenkempfindungen und die lang geübte Kombination der Nackenmuskulatur und der Augenfunktion in Einklang gebracht werden.

Gegen Ende des ersten Lebensjahres beginnen die meisten Kinder zu laufen. Dieser Vorgang ist, genau wie der des Aufstehens und des Alleine-Stehens, noch sehr wackelig und ungelenk, wird aber mit zunehmender Erfahrung des Kindes schnell geschmeidiger. Das Kleinkind ist in dieser Lebensphase soweit, daß es Gegenstände gezielt in die Hand bzw. zwischen Daumen und Zeigefinger in den sogenannten ,,Kneifzangengriff`` nehmen kann und sie ebenso gezielt wieder loslassen kann.

Die weitere Entwicklung bis zum zweiten Lebensjahr

Nach den ersten zwölf Lebensmonaten hat das Kind die grundlegenden Bausteine für seine motorische Entwicklung gelegt. Es hat gelernt, seine Muskeln zu benutzen und hat sie durch gezielte Bewegungen geübt und gestärkt. Außerdem hat es gelernt, seine Körperteile zu koordinieren, so zum Beispiel die Augen-Hand-, die Hand-Mund- und die Hand-Hand-Koordination. Die Motorik des Kindes ist insgesamt viel geschmeidiger geworden, und das Kind kann Prozesse aufgrund dessen sichtbar gezielter ausführen. Durch die Entwicklung der Motorik sind einige der Säuglingsreflexe unwichtig geworden und haben sich nach und nach abgebaut. So haben sich gegen Ende des ersten Lebensjahres fast alle Automatismen verloren.

Das Kind übt nun in der folgenden Phase das freie Laufen und den sicheren Haltungswechsel in allen Positionen. Diese zahlreichen Varianten der Bewegungen, welche das Kleinkind testet und trainiert, zeigen ihm, wie sein Körper funktioniert und in welchem Zusammenhang diese mit der handelnden Umwelt stehen. Sein überaus großer Erkundungsdrang bringt das Kind dazu, viele physikalische Prozesse in seiner nächsten Umgebung auszuprobieren, so beispielsweise das Auseinandernehmen bzw. Ineinanderstecken von Gegenständen, Steckspielen u.ä. oder indem es in Schränke hineinkrabbelt.